19.10.2009: Plastiken - ein Teilbereich der Bildhauerei
Die Bildhauerei ist eine der ältesten Kunstformen. Sie unterscheidet sich durch ihre Dreidimensionalität von der Malerei. Sie suggeriert Räumlichkeit nicht nur, sondern kann von allen Seiten betrachtet werden. Eben diese räumliche Erfahrbarkeit macht die Bildhauerei so interessant.
Plastiken sind – wie Skulpturen – ein Teilbereich der Bildhauerei. Sie werden aus formbaren Materialien modelliert oder aus schmelzbaren, aushärtenden Stoffen gegossen. Verwendete Materialien sind z.B. Ton, Gips, Porzellan, Wachs oder Kunststoffe. Für den Guss eignen sich z.B. Metalle, Kunststoffe oder Beton. Der Unterschied zur Skulptur besteht darin, dass diese aus einem festen Material (z.B. Stein oder Holz) „gehauen“ wird.
Berühmte Plastiken sind beispielsweise die Soldaten der um ca. 210 v. Chr. entstandenen chinesischen Terrakottaarmee. Hierbei handelt es sich um die Nachbildung einer menschlichen Armee. Die lebensgroßen irdenen Soldaten mit individuellem Gesichtsausdruck, zu Fuß oder zu Pferde, wurden bei der Ausgrabung von Kaisergrabstätten gefunden.
Aber auch moderne Künstler wie Picasso, Rodin, Matisse oder Modigliani fertigten eindrucksvolle Plastiken an.