„Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen.“
Dieser Satz des französischen Fotographen Henri Cartier-Bresson drückt die Skepsis aus, die Künstlerkreise der Fotographie lange Zeit entgegen brachten. Man ging davon aus, dass die Fotographie die Wirklichkeit einfach abbilde und der Fotograph folglich seine Bilder nicht künstlerisch gestalte. Heutzutage ist der künstlerische Wert der Fotographie unumstritten. Künstler und Kunstkritiker sind sich darüber einig, dass ein Foto ein Realitätsausschnitt ist, den der Fotograf auf ästhetische Art und Weise gestaltet. Kunst Fotos werden in Museen ausgestellt, gesammelt oder in Bildbänden veröffentlicht – sie haben sich als eigene Kunstform etabliert.
Die Fotographie brachte schon recht früh die ersten Kunst Fotos hervor. Berühmte künstlerische Fotographen der ersten Stunde sind z.B. Julia Margaret Cameron, Lewis Carroll oder Oscar Gustave Rejlander. Der Fotograph Alfred Stieglitz trug mit seinem Magazin „Camera Work“ entscheidend zur Etablierung der künstlerischen Fotographie bei.
Zu den wichtigen künstlerischen Fotographen gehören z.B. der deutsche Fotograph Carl-Heinz Chargesheimer, der für seine eindringlichen Portraits berühmter Persönlichkeiten und seine Darstellung des Nachkriegsdeutschlands berühmt ist, oder der Amerikaner Richard Avedon, der Berühmtheiten wie Marilyn Monroe oder die Beatles ablichtete. Die US-Amerikanerin Cindy Sherman ist für Kunst Fotos bekannt, die sich – in sehr drastischer Bildsprache - mit Themen wie Identität und Rollenbildern beschäftigen.