Der Jugendstil (auch „art nouveau“, „Modern Style“ oder „fin de siècle“ genannt) bildete sich um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts aus. Der Name geht auf die Münchner Kulturzeitschrift „Jugend“ zurück, die damals im Bereich Kunst und Literatur richtungsweisend war.
Die Jugendstil Kunst äußerte sich in Architektur, Bildhauerei und Malerei. Sie kennzeichnen diverse Merkmale. Zum einen sind das geschwungene Linien, Asymmetrien und Blumenverzierungen. Zum anderen ist das der Gebrauch von Symbolen. Die Jugendstil Kunst wollte Kunst und Leben verbinden und „Gesamtkunstwerke“ schaffen. Ihre Vertreter legten vor allem in der Architektur großen Wert auf die Funktionalität ihrer Werke.
Einer der wichtigsten Vertreter der Wiener Jugendstil Kunst war der österreichische Maler Gustav Klimt (1862 – 1918). Kaum jemand, der Werke wie „Der Kuß“ oder „Adele Bloch-Bauer I“ nicht kennt. Klimt gilt heute als Wegbereiter der modernen Malerei (Kubismus, abstrakte Kunst).
Ebenso wird der katalanische Architekt Antoni Gaudi ( 1852 – 1926 ) einer Teilströmung der Jugendstil Kunst zugeordnet. Seine eigenwilligen Bauwerke zeichnen sich durch organisch geschwungene Formen und unregelmäßige Grundrisse aus.