Die Abstrakte Kunst hat ihre Anfänge im frühen 20. Jahrhundert und entwickelte sich ( nicht ausschließlich, aber doch zu einem großen Teil ) als Antwort auf die neue Kunstform der Fotographie. Da man meinte, dass die Fotographie die Umwelt ohnehin naturgetreuer abbilde als die Malerei oder Bildhauerei, konzentrierten sich die Künstler in ihrem Schaffen noch stärker als zuvor auf die Interpretation der Wirklichkeit.
Die Abstrakte Kunst reduziert ihre Motive auf bestimmte Aspekte, oft auf das, was dem Künstler als „wesentlich“ erscheint. Ein verwandter Begriff ist die abstrakte Malerei. Um die Abstraktion zu erreichen, variieren die Künstler z.B. die Perspektive und experimentieren mit Farben und Strukturen. Die Abstrakte Kunst verlangt dem Betrachter im Allgemeinen eine größere Interpretationsleistung als die naturalistische Malerei ab. Manchmal sind die abgebildeten Gegenstände oder Personen noch ansatzweise zu erkennen, manche Bilder bestehen vollständig aus geometrischen Figuren, die den Betrachter keine Gegenstände erkennen lassen.
Eines der berühmtesten Werke der Abstrakten Malerei und gleichzeitig eines der wichtigsten Bilder des 20. Jahrhunderts ist „Das Schwarze Quadrat“ ( 1915 ) von Kasimir Malewitsch. Es befindet sich in der Tretjakow-Galerie in Moskau.
Wichtige Vertreter der Abstrakten Malerei sind z.B. Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Jackson Pollock, Mark Rothko und Paul Klee.